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VMware vSphere und vSAN 7 update 1 neue Funktionen und Verbesserungen


Vor Kurzem hat VMware einige große Ankündigungen im Zusammenhang mit der nächsten Veröffentlichung ihrer Aushängeschildprodukte gemacht. Dies umfasste unter anderem die Editionen vSphere 7 Update 1, vSAN 7 Update 1, VMware Cloud Foundation (VCF) 4.1, vSphere 7 mit Tanzu. In diesem Beitrag möchten wir die neuen Funktionen und Verbesserungen von VMware vSphere und vSAN 7 Update 1 hervorheben, um diese detaillierter darzustellen.

Rund ein halbes Jahr nach dem Erscheinen von vSphere 7 legt VMware das Update 1 nach. Es bietet eine vereinfachte Variante der Kubernetes-Infrastruktur und eine höhere Skalierbarkeit für VMs, Hosts und Cluster. vSAN 7 U1 erweitert die File Services um Unterstützung für SMB und Active Directory.

Im Zentrum der Produktstrategie von VMware stand zuletzt der Aufbau einer umfassenden Infrastruktur für das Container-Management. Es soll den gesamten Lebenszyklus von modernen Cloud-Anwendungen verwalten, die sich aus Micro-Services zusammensetzen. Als Standard baut VMware dabei auf Kubernetes.

Die Ambitionen des Herstellers beschränken sich dabei nicht bloß auf die entsprechende Befähigung der eigenen Plattform, vielmehr erhebt er den Anspruch, Containerbasierte Anwendungen in praktisch allen Umgebungen verwalten zu können, darunter in sämtlichen Public Clouds. Die dazu vorgesehenen Produkte fasste VMware unter der Bezeichnung Tanzu zusammen.

vSphere 7 U1 bringt virtuelle Hardware 18 (vmx-18). Diese virtuelle Hardware bietet:

  • 96 Hosts pro Cluster (nur 64 Hosts in vSAN)
  • 10K virtuelle Maschinen (VMs) pro Cluster
  • Erhöhte maximale Rechenressourcen

Neuste Verbesserungen vSAN

  • HCI Mesh
  • Shared witness Möglichkeiten
  • Compression only Option
  • Verbesserte Enterprise Filesystem Services
  • vSAN Data Persistence Plattform
  • vSAN IO Insights
  • Data enrcyption in-flight
  • Secure Disk wipe
  • Verbesserter vSphere Lifecycle Manager (vLCM)
  • vSAN Layer 3 GUI network gateway Konfiguration
  • Schnellere Host reboots

HCI Mesh

VMware hat mit dieser Version von vSAN 7 Update 1 etwas eingeführt, das als disaggregiertes HCI oder HCI-Netz bezeichnet wird. Was genau ist damit gemeint? Diese neue Funktion kann in Umgebungen mit einem vSAN-Cluster zum Einsatz kommen, in denen der Speicherplatz möglicherweise eingeschränkt ist. Mit HCI Mesh in vSAN 7.0 U1 können vSAN Administratoren jetzt Remote-vSAN-Datenspeicher aus anderen vSAN-Clustern bereitstellen.

Dies bedeutet, dass die compute Ressourcen für die virtuelle Maschine lokal über den lokalen vSAN-Cluster ausgeführt werden und das Speicher-Backend für die VM möglicherweise im Remote-vSAN-Datenspeicher ausgeführt wird. Dies ermöglicht jedoch sicherlich einige interessante Möglichkeiten im Hinblick auf den Speicher. Hier gilt es allerdings darauf hinzuweisen, dass dies nicht über iSCSI oder NFS geschieht, sondern ist vielmehr ein nativer vSAN-Verkehr, der zwischen den Clustern verwendet wird.

Bei der Konfiguration dieser neuen Funktion gibt es einige Netzwerkeinschränkungen, es ist jedoch eine großartige neue Funktion, mit der Kunden den in bestimmten vSAN-Clustern verfügbaren Ersatzspeicher wahrscheinlich noch besser nutzen können.

Shared Witness Node

Vor vSAN 7 Update 1 musste noch für jede einzelne verteilten Clusterkonfigurationen jeweils eine shared witness Node eingerichtet werden. Dies bedeutete, dass selbst für mehrere kleine vSAN-Cluster mit zwei Knoten eine dedizierter witness node erforderlich war. Mit vSAN 7 Update 1 wurde diese Anforderung gelockert. Sie können jetzt eine einzelne witness node verwenden, die witness Komponenten von mehreren gestreckten vSAN-Cluster speichern zu lassen. Dies trägt dazu bei, die Ressourcen- und Kapazitätsanforderungen auszugleichen, die beim Hochfahren von einer Vielzahl von witness Nodes für mehrere verteilte Cluster nötig waren.

Compression only Option

Dies ist eine langjährige Anfrage vieler VMware-Kunden nach mehr Kontrolle über die für vSAN verfügbaren Komprimierungs- und Deduplizierungsoptionen. Bis vSAN 7 Update 1 konnten Sie die Deduplizierung nur mit Komprimierung aktivieren.

Mit vSAN 7 Update 1 hat VMware die Option „Nur Komprimierung“ eingeführt, mit der Kunden die nur die Komprimierung markieren können anstelle der gemeinsamen Komprimierung und Deduplizierung. Dies bringt viele Vorteile, unter anderem:

  • Viele Kunden führen Workloads aus, die nicht gut für die Deduplizierung geeignet und optimiert sind
  • Die Deduplizierung führt zu Leistungseinbußen
  • Wenn ein Laufwerk in einem deduplizierten und komprimierten Datenspeicher ausfällt, verlieren Sie die gesamte Datenträgergruppe, wenn bei einem einzelnen Datenträgerfehler die Hash-Tabelle für die Deduplizierungs- und Komprimierungsdaten auf mehrere Datenträger verteilt ist. Dies ist bei der Option „Nur Komprimierung“ nicht mehr der Fall

Verbesserte Enterprise File Services

In den letzten Versionen erhielt vSAN wesentliche Verbesserungen bei den Enterprise Dateidiensten. Mit diesen Diensten kann vSAN nicht nur Blockspeicher, sondern auch Dateispeicher bereitstellen.

Neu in dieser Version ist die Integration von vSAN-Dateidiensten in Active Directory. Dies bedeutet, dass auf vSAN gehostete Dateidienstberechtigungen jetzt Berechtigungsmodelle nutzen können, die auf Active Directory-Benutzern / -Gruppen basieren. Darüber hinaus können Kunden mit vSAN 7 Update 1 jetzt auch vSAN-Dateidienste als SMB v2.1- und 3-Ziel und nicht nur als NFS verwenden.

vSAN Data Persistence Platform

Mit jeder Version von vSphere und vSAN verbessert VMware die Tools zur besseren Integration mit Cloud-Diensten und insbesondere mit Kubernetes. Kubernetes ist in vSphere 7 nativ integriert, dadurch ist es sinnvoll, dass auch vSAN Cloud-native Funktionen erhält, die das Erstellen von Cloud-nativen Anwendungen optimiert.

Mit vSAN Data Persistence ist VMware ein Framework, mit dem Partneranwendungen im Supervisor-Cluster bereitgestellt werden können. Partneranwendungen basieren größtenteils auf „Shared Nothing“ –Architekturen, dies bedeutet, dass sie keinen Datenschutz  vSAN-seitig benötigen.

Diese Partneranwendungen ermöglichen es mit Hilfe der seit einiger Zeit in Arbeit befindlichen Technologie namens „vSAN Direct“ direkt auf vSAN zugreifen zu können. Mit „vSAN Direct“ können Anwendungen vSAN-Speicher direkt und nativ nutzen, welches die Speicherleistung für diese Cloud-nativen Anwendungen deutlich erhöht.

Dies hilft dem IT-Betrieb die Vorteile beider Welten zu nutzen, und die nativen Cloudanwendungen vom direkten Zugriff auf den vSAN-Speicher profitieren zu lassen. Dieses Framework wird ein Modell sein, das im Laufe der Zeit wachsen und sich weiterentwickeln wird, wobei mehr Anbieter und Partner von Drittanbietern Lösungen für das vSAN Data Persistence Platform  unterstützen und entwickeln.

Secure Disk Wipe

Neu in vSAN 7 Update 1 gibt es eine Option, mit der Sie die Daten auf den vSAN-Festplatten sicher löschen können. Dies ist ein praktisches Tool, wenn Sie aus Compliance- oder anderen Sicherheitsgründen sicherstellen müssen, dass alle Daten aus dem vSAN-Speicher gelöscht wurden, bevor Sie die Server außer Betrieb nehmen.

Schnellere Host Reboots

Durch die Verwendung eines neuen Mechanismus zum Speichern und Wiederherstellen von In-Memory-Metadaten können Hosts viel schneller neu gestartet werden als zuvor. Wenn Sie bereits mit vSAN-Clustern gearbeitet haben, wissen Sie, dass ein einfacher Neustart des Hosts aufgrund des Vorgangs zum Wiederherstellen von vSAN-Daten beim Neustart eine Weile dauern kann. Der neue Mechanismus sollte auf jeden Fall dazu beitragen, die langen Wartezeiten zu verkürzen.